Donnerstag, 10. Oktober 2013

Heja Sverige!

In diesem Blog wird es ausnahmsweise mal keine Geschichten aus Finnland geben, denn ich war am Wochenende im wunderschönen Stockholm. Wer da noch nicht war, sollte das unbedingt schnellstmöglich nachholen.
Die mag ich!
Am Mittwoch Abend haben wir die Fähre von Helsinki nach Stockholm genommen. Auf diesen Schiffen gibt es Alkohol zu wesentlich günstigeren Preisen als in Finnland oder Schweden, deshalb sind sie auch für die "ausgelassene Stimmung" an board bekannt. Üblicherweise wird viel getrunken, getanzt und Karaoke gesungen. Karaoke ist in Finnland allgemein sehr beliebt und da man ja mit jedem Getränk lockerer wird, passt es auch auf so ein Schiff ganz hervorragend. Katja und ich haben natürlich auch gesungen. Unsere Songauswahl hätte nicht passender sein können, wie wir später festgestellt haben: It's my life von BonJovi, Super Trouper von ABBA und Maailman toisella puolen von Halo Helsinki. Damit war etwas Schwedisches und etwas Finnisches dabei. Ich habe mir sagen lassen, dass man erst richtig finnisch ist, wenn man donnerstags Erbsensuppe isst (und diese auch mag), es normal findet, zu jedem Essen Milch zu trinken und auf einem  Ruotsinlaiva (besagtem Schiff) ein finnisches Lied gesungen hat. Das mit der Erbsensuppe ist noch etwas schwierig, aber alles Andere habe ich gemacht. Meine Gastfamilie ist sehr stolz auf mich! :)



Heja Sverige!
Aber nun zu Stockholm. Am Donnerstag Morgen/Vormittag sind wir dann endlich angekommen und waren bereit die Stadt zu entdecken. Wir haben wieder das gleiche Hostel gebucht, wie schon im letzten Jahr und uns sehr darauf gefreut. Wenn ihr irgendwann mal nach Stockholm kommt und ein bezahlbares aber trotzdem wunderschönes Hostel braucht: Skanstulls Vandrarhem im Stadtteil Södermalm. Vorher haben wir aber, was viel wichtiger ist, am Bahnhof meine Lisa getroffen. Narumol und Josef waren also wieder vereint - wunderbar :) Die kleine Flo, die auch in Berlin mit uns studiert und gerade aber ihr Auslandssemester in Linköping verbringt, kam dann am Freitag dazu. Dann waren wir komplett, uuhyeah!
Wir hatten eine richtig schöne Zeit und haben viel erlebt. Mein Highlight ist das ABBA-Museum. Da kann man mit Abba singen und tanzen, sich über lächerliche Frisuren und Klamotten der 70er und 80er Jahre lustig machen, musizieren und viel Spaß haben. Das müsst ihr euch unbedingt mal anschauen.
Leider war das (lange) Wochenende mal wieder viel zu schnell vorbei und der Alltag hatte uns schnell wieder. Am Montag sind wir morgens mit dem Schiff in Helsinki angekommen und dann direkt zur Uni gegangen. Ganz unsanfte Erinnerung daran, warum ich eigentlich hier bin: das Studium.

Erschreckend finde ich auch, dass nächste Woche schon die erste Zwischenprüfung ist und auch schon eine Abschlussprüfung. MEIN GOTT! (oder "Mein Kotka" wie Voitto sagen würde. Kotka heißt Adler).

Zurück zu den schönen Dingen: morgen fahre ich nach Oulu zu Emilia. (Aber keine Angst Mutti, Züge haben in Finnland fast immer und überall W-Lan, sodass ich auf der 6-stündigen Fahrt durchaus fleißig sein kann/muss.) Die finnische Bahn VR zeichnet sich aber nicht nur durch gratis W-Lan und Sitzplatzreservierung aus, nein, sie ist auch für ihren Studentenrabatt von 50% bekannt. Zwar meckern auch hier alle darüber, dass Bahnfahren soooo teuer ist, die Züge immer sooooo zu spät kommen und das Bahnpersonal sooo unfreundlich ist, aber die waren halt auch alle noch nie in Deutschland mit der Bahn unterwegs. Chillt mal, Finnen!

Genug für heute. Ich muss jetzt schlafen, damit ich morgen fit bin.

P.S.: päivän sana ist salaisuus - Geheimnis. Das ist zwar kein neues Wort, aber Voitto (4) ist gerade in geheimen Missionen unterwegs und hat mit jedem gefühlte 10 Geheimnisse, die er leider immer versehentlich ausplaudert und sich dann selbst drüber ärgert. So ein kullanmuru - Goldstück

P.P.S.: Habt ihr den Tag der Zimtschnecke gefeiert? Der war am 4. Oktober, in Skandinavien natürlich ein wichtiger Tag.




Kanelbulle


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